TYPO3 CMS 6.1 – Die Neuerungen

TYPO3 CMS 6.1 – Die Neuerungen

30 Apr 2013 Patrick Lobacher Print This Post
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Am 30.04.2013 ist es wieder soweit – TYPO3 wird in einer neuen Version veröffentlicht! Diesmal erscheint nach 6 Monaten Entwicklungszeit die Version TYPO3 CMS 6.1.

Wie jede TYPO3 Version beinhaltet auch diese Version unzählige Bug Fixes, die das System stabiler machen und Fehler beseitigen, aber auch viele spannenden neue Features, z.B. neue TypoScript Optionen, API Änderungen, neue bzw. geänderte Module und vieles andere mehr. Natürlich gibt es auch zu jeder Version sogenannte Release Notes vom TYPO3 CMS Release Teams die perfekt dazu geeignet sind, sich einen schnellen Überblick über alle Neuerungen zu verschaffen.

Will man aber tiefer eintauchen, benötigt man eine weit ausführlichere Beschreibung, die wirklich jede Änderung im Bereich “Feature” dokumentiert. Patrick Lobacher hat daher im November 2009 damit angefangen, jede erscheinende Major-Version (4.3, 4.4, 4.5, 4.6, 4.7, 6.0) ausführlich zu dokumentieren und der Community zum kostenfreien Download anzubieten. Natürlich wird diese Tradition auch mit diesem Release fortgesetzt und so gibt es selbstverständlich auch diesmal eine ausführliche Beschreibung sämtlicher Neuerungen:

Download PDF TYPO3 CMS 6.1 – Die Neuerungen

Wir wünschen allen Interessierten daran viel Spaß und Freude!

Inspire people to share!

P.S.: Auch diesmal wird es eine – von Michael Schams – übersetzte “neutrale” TYPO3-Community Edition in englischer Sprache geben, die am Release Tag (30.04.2013) offiziell vorgestellt wird. Diese gibt es hier: Download PDF TYPO3 6.1 – What’s new

TYPO3 CMS 6.1 Release Party

Marit AG und die typovision laden zur TYPO3 Release Party für Dienstag, 30. April 2013 ab 18:30 Uhr im Königlichen Hirschgarten in München ein.

TYPO3 CMS 6.1 Release Party München

In den exklusiv angemieteten Jägerstubn treffen sich TYPO3-Community-Mitglieder aus München und Umgebung, um die Neuerungen der TYPO3 CMS Version 6.1 im Rahmen einer Präsentation von Patrick Lobacher vorgestellt zu bekommen.

Nachdem gleichzeitig das Championsleague Halbfinale Dortmund gegen Real Madrid stattfinden wird, haben wir uns einen Veranstaltungsort ausgesucht, der ab 20:00 Uhr für die Fußballinteressierten eine Liveübertragung anbieten wird.

Wir erwarten bis zu 50 Teilnehmer und freuen uns auf einen schönen Community- und Fußball-Abend.

Weitere Informationen finden sich ab Mittwoch, 24.04. auf der offiziellen Wikiseite unter: http://wiki.typo3.org/Release_Party/TYPO3_6.1
Wir freuen uns auf Euch alle!

Stefan Bauer und Patrick Lobacher

SEO-Mythen für Anfänger: Keywords und Titel-Länge

Es gibt (mindestens) zwei SEO-Mythen, die sich offenbar ewig halten, obwohl sie nachweisbar falsch sind: Die Wichtigkeit der Keyword-Tags und eine fixe Angabe zur Länge im Title-Tag.

Das hat natürlich seine Gründe, die auch nachvollziehbar sind:

  1. SEO (Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierung) ist ein sehr komplexes Feld und alles andere wie akademisch belegbar. Sogar das Gegenteil ist richtig: Jeder Suchmaschinen-Anbieter (und davon gibt es nicht so viele, die zudem auch noch relevant sind) hütet seine Ranking-Faktoren als Betriebsgeheimnis. Das ist auch völlig nachvollziehbar – denn einerseits wäre damit das Geschäftsmodell transparent und damit kopierbar und andererseits wäre das Ergebnis manipulierbar. Somit gibt es geschätzt mehrere 100 verschiedene Faktoren und dazugehörige empirische Beobachtungen, wie sich die auf das Ranking auswirken. Da der Mensch damit aber wenig anfangen kann, werden einige dieser Faktoren schlicht als Wahrheit verkauft und im Stille-Post-System durchs Web getragen.
  2. Wissen um SEO ist naturgemäß nur den Spezialisten allgegenwärtig – während derjenige, der SEO nicht als Beruf ausübt, dieses Wissen in anderen Zusammenhängen mitbekommt und sich dann ggf. lebenslang abspeichert. So enthalten zahlreiche Weiterbildungen und Schulungen bis hin zu universitären Ausbildungen SEO-Wissen aus der Konserve. Mit viel Glück ist das dort vermittelte Wissen nur wenige Monate, meist aber mehrere Jahre alt. Und in diesen Jahren hat sich das Internet schlicht verändert. Während man dieses Wissen eigentlich monatlich auf den Prüfstand stellen müsste, bleibt es verhaftet und wird tagtäglich weitergegeben.
  3. Andere machen es doch auch! Dieser klassische Denkfehler (der natürlich nicht nur hier anzutreffen ist) geht einfach davon aus, dass etwas funktionieren muss, weil andere es auch machen. Das ist natürlich kompletter Blödsinn und wird daher hier nicht weiter ausgeführt.

Aber nun zu den Mythen – in der Hoffnung diese zumindest ein wenig ausdünnen zu können.

Keyword-Tags

Das scheint bis heute die SEO-Waffe Nr. 1 zu sein, die offensichtlich in allen Ausbildungsunterlagen steht, die irgendwas mit Internet zu tun hat. Insbesondere lernt das auch jede Marketingfachkraft in der Ausbildung und jeder CEO spätestens über Executive Summaries oder den Blick in die Computer-BILD.

Auch wenn es hart klingt und ganzen Armeen von Online-Redakteuren schmerzhaft vor Augen führt, dass ca. 30% ihrer Arbeit im letzten Jahr hoffungslos umsonst war:

Der Inhalt des Meta-Tags “keyword” wird von Google weder ausgelesen noch ausgewertet. Und das bereits seit mindestens 2009. Offiziell. Punkt!

Gerne mit dann damit argumentiert, dass es ja noch weitere Suchmaschinen gäbe und diese das dann eventuell doch verwenden würden. Auch das ist falsch. Sicher gibt es weitere Suchmaschinenbetreiber – man muss aber die Relation sehen. Ungefähr 91% aller Suchanfragen weltweit läuft momentan über Google. Daneben gibt es Yahoo mit ca. 3% und auch diese verwenden offiziell seit 2009 das Metatags “keyword” nicht mehr. Lediglich Bing (mit ca. 3.5% Marktanteil und dieser liegt nahezu komplett in den USA) gibt an, dass Keywords ein “Signal” zwischen 1000 verwendeten Faktoren seien, aber keinesfall das Ranking beeinflussen würden.

Daher kann es nur eine einzige sinnvolle Reaktion darauf geben:

  1. Ignorieren Sie das Meta-Tag “keywords”
  2. Stecken Sie die bislang dafür  benötigte Zeit lieber in besseren Content
  3. Machen Sie sich frei von der Idee, das ein so komplexer Vorgang wie ein Suchmaschinen-Ranking von ein paar einfachen Worten abhängen, die Sie in ein Feld reinschreiben

Quellen:

Google verwendet das “keywords”-Meta-Tag nicht beim Ranking

http://searchengineland.com/the-meta-keywords-tag-lives-at-bing-why-only-spammers-should-use-it-96874

Yahoo Search No Longer Uses Meta Keywords Tag

Marktanteile der Top 5 Suchmaschinen weltweit (Stand: April 2013)

Länge des Titels

Die Idee, die aus SEO-Sicht hinter dem Seitentitel steht, ist eventuell deutlich schwerer zu verstehen, als dies noch beim Meta-Tag “keywords” der Fall war.

Sicherlich – und da sind sich alle Quellen einig – hat der Titel eines Dokuments einen nicht unerheblichen Einfluss auf das Ranking. Auch logisch scheint zu sein, dass man dort allerdings nicht unbeschränkt Inhalt reinpacken kann – also muss es eine “magische” Schranke geben, ab wann der Titel dann nicht SEO-Relevant ist.

Halten wir zunächst fest, was als gesichert gilt (wenn auch nicht belegbar!):

  1. Der Titel hat einen Einfluß auf das Ranking
  2. Je weiter vorne ein Begriff im Titel steht, desto relevanter ist er
  3. Google nimmt einen Titel von bis zu 1000 Zeichen auf
  4. In der Anzeige der Suchergebnisse werden ca. 40-150 Zeichen angezeigt

Bereits der dritte Punkt dürfte viele überraschen, denn gängige Regeln scheinen da klar zu widersprechen. So hört man oft die Aussage: “Ein guter Seitentitel hat 65 Zeichen” oder ähnliches. Horden von Analyse-Tools haben an dieser Stelle feste Werte verdrahtet und werfen sofort Fehler, sobald der Titel sich nicht im vorher eingestellten Intervall befindet.

Dies hat sich aber seit Mitte 2012 verändert – leider (oder zum Glück) in eine Richtung, die zumindest bei Google nicht mehr zu einer eindeutig zu nennenden Zahl führt.

Denn neben dem Ranking ist auch die Anzeige im Suchergebnis immer wichtiger. So klicken nicht wenige Menschen lieber auf aussagekräftige Titel, auch wenn diese im Ranking weiter unten stehen. Aussagekräftig ist der Titel, denn dieser wird vom Seitenbetreiber als “Namensschild” angegeben. Also muss dieser Titel in die Anzeige.

Wenn wir uns aber einmal eine typische Anzeige – z.B. für das Suchwort “TYPO3″ ansehen, so fällt hier einiges in der SERP (Search Engine Result Page) auf:

 

Google SERP für die Suchphrase "TYPO3 Agentur München"

Die Längen variiert zwischen 56 und 61 Zeichen. Wählen wir andere Suchwörter so kommen schnell auf 70, 80 oder mehr Zeichen (der Rekord liegt irgendwo bei über 100 zeichen) bzw. sogar auf weniger.

Schnell wird klar  – die Anzeige der Zeichen hat mittlerweile nichts mehr mit einer festen Zeichenanzahl zu tun, sondern damit, wieviele Zeichen in die Gesamtbreite von etwa 468px Breite passen. Verwendet man viele Buchstaben die breiter sind (w,m,x,d,…) so sinkt die Zeichenzahl, verwendet man Buchstaben die schmaler sind (i,j,!,l,j,…) so steigt die Zeichenanzahl. Darüber hinausgehende Zeichen werden abgeschnitten und mit “…” aufgefüllt.

Trotzdem kann man natürlich auch hier ein Handlungsempfehlung aussprechen:

  1. Der Seitentitel sollte kurz, klar und prägnant sein
  2. Bleibt man unter 50 Zeichen ist man für die Anzeige in der SERP auf der sicheren Seite, verwendet man mehr Zeichen, muss man sich im klaren sein, dass abgeschnitten werden könnte
  3. Ein Wert von 60 Zeichen könnte bei gemischten Buchstaben (breite und schmale) ein guter Wert sein
  4. Die wichtigsten Keywords sollten nach vorne gestellt werden, um das Ranking zu erhöhen

Quellen:

In thi till trill little litter fill! | Is it illicitly lil’ lilli! | If I fill ill jill I’ll frill thrill!

Google SERP shows all 117 characters of my Page

Page Title Pixel Meter – maximize characters in the SERP!

Extbase Codesprint München 2013 – ECS13M

Extbase ist eine der wichtigsten Kerntechnologien von TYPO3 und stellt die technologische Brücke zu dem – sich gerade in der Entwicklung befindlichen – neuen CMS TYPO3 Neos dar- genauer gesagt zu dessen Basisframework TYPO3 Flow.

In der modernen TYPO3 Extensionentwicklung verwendet jede professionelle Agentur (und natürlich jeder gute Freelancer) mittlerweile Extbase & Fluid (die dazugehörige Templating Engine). Die typovision GmbH ist in diesem Bereich sogar ein Early Adopter und setzt Extbase für Projekte seit 2009 erfolgreich ein. Daher konnten wir natürlich mittlerweile viel Erfahrung sammeln und diese in Kundenprojekten immer zum Nutzen des Kunden einsetzen. Ein Fachbuch, mehrere Fachartikel und Vorträge, sowie über 50 Expertenschulungen zum Thema “Extbase & Fluid” sind zudem das Ergebnis des langjährigen Engagements der typovision in diesem Bereich.

Gerade weil diese Technologie so wichtig ist und auch in immer mehr Bereiche von TYPO3 selbst im Kern Einzug hält, muss an Extbase natürlich mit Hochdruck weiterentwickelt werden – so werden bestehende Bugs behoben, Unschönheiten beglichen und neue Features eingeführt.

Eines der wichtigsten Instrumente zur Weiterentwicklung in TYPO3 sind die sogenannten “Codesprints”, welche dafür sorgen, dass sich regelmäßig Interessierte treffen und gemeinsam für ein paar Tage Vollzeit an einem Aspekt von TYPO3 weiterarbeiten. Durch die Konzentration von Wissensträgern, Core Mitgliedern, Entwicklern und Projektmanagern wird damit eine effektive Arbeitsumgebung geschaffen, die sehr effizient und inspirierend ist.

Während die Motivation meist von ganz alleine kommt, muss die Infrastruktur dafür natürlich zur Verfügung gestellt werden. So übernimmt meist eine größere Agentur oder Firma das Raumsponsoring und versorgt die Teilnehmer mit den wichtigsten Ingredienzien: Internet und Kaffee. Weitere Sponsoren bezahlen Ihren Mitarbeitern die Arbeitszeit, übernehmen das Essen oder auch das obligatorische Bier am Ende eines erfolgreichen Codesprint-Tages. Unterkunft und Anfahrt wird meist aus dem vom EAB genehmigten Budget finanziert. Organisiert wird ein Codesprint meist über das TYPO3-Wiki.

Die typovision hat den vom 11.-13.04.2013 statt gefundenenExtbase Codesprint mit der Zurverfügungstellung seiner Agenturräume sehr gerne unterstützt und hat sich sehr gefreut, dass aussergewöhnliche viele Teilnehmer den Weg nach München angetreten haben.

Insgesamt 18 Teilnehmer haben drei Tage lang alle möglichen Extbase Bugs gefixed, die Performance erhöht und auch das eine oder andere nützliche Feature integriert. Besonders schön ist es, dass alle Tickets direkt in die neue Version TYPO3 CMS 6.1 einfließen werden, die am 30.04.2013 veröffentlicht wird. Patrick Lobacher hat auch diese Änderungen in seinem Dokument “TYPO3 CMS 6.1 – Die Neuerungen” ausführlich dokumentiert, welches zeitgleich mit dem Release veröffentlicht wird.

Danijela Grgic – die alle drei Tage vor Ort war – hat einen schönen Blogbeitrag geschrieben, den ich Euch wärmstens empfehlen kann: Extbase Code Sprint in München (ecs13m) – Bugs werden gefixt

Wir freuen uns schon auf den nächsten Codesprint!

LG
Patrick

web & mobile DEVELOPER 05 / 2013

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Die aktuellen Ausgabe des “web & mobile DEVELOPER” Magazin 05/2013 enthält einen Artikel zu dem kommenden CSS-Standard – auch als CSS Level 4 bezeichnet.

CSS Level 4: Die Zukunft des Webstandards – CSS geht in die vierte Runde

Auch wenn CSS3 noch nicht wirklich vollumfänglich in allen Browsern komplett umgesetzt ist, arbeitet das W3C unermüdlich an der Weiterentwicklung. CSS4 steht daher in den Startlöchern und wird daher in Kürze in die moderne Webentwicklung Einzug halten. Wir werfen einen Blick auf die nächste CSS-Generation.

Ich wünsche allen Leser viel Spaß beim Lesen des Artikels und freue mich bereits jetzt auf das zahlreiche Feedback!

Magazin: web & mobile Developer
Ausgabe: 05 / 2013
Erscheinungsdatum: 12.04.2013
Verlag: Neue Mediengesellschaft Ulm mbH
Website: http://www.webundmobile.de/