Video-Training: Als Product Owner arbeiten

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video2brain hat am 20.12.2016 unser neuestes Video-Trainung zum Thema „Als Product Owner arbeiten / Scrum-Grundlagen, Rollenverständnis, agile Prozesse erfolgreich steuern und umsetzen“ veröffentlicht, welches von Christian Jacob (und in einigen Szenen Patrick Lobacher) aufgenommen wurde.

Inhalt

Dieses Video-Training richtet sich an Entscheider, Agile Coaches, Scrum Master und Teamleiter, die vor der Herausforderung stehen, selbst die Rolle des Product Owners einnehmen oder als Scrum Master mit einem Product Owner zusammenarbeiten zu müssen. Sie sehen, wo das klassische Projektmanagement an seine Grenzen stößt und warum agile Vorgehensweisen wie Scrum Sinn machen. Die Rolle des Product Owners wird ausführlich vorgestellt und Sie erhalten wertvolle Tipps und Tricks aus der Praxis.

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Video-Training: Der Scrum Master – Einsteigerkurs

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video2brain hat am 08.08.2016 unser neuestes Video-Trainung zum Thema „Der Scrum Master -Einsteigerkurs / Agile Methoden im Überblick, Rollendefinition, Scrum im Unternehmen einführen“ veröffentlicht, welches von Christian Jacob (und in einigen Szenen Patrick Lobacher) aufgenommen wurde.

Inhalt

Lernen Sie in diesem Video-Training eine der wichtigsten Rollen im digitalen Zeitalter kennen: Ob als Moderator, Inspirationsquelle oder Regelwächter – der Scrum Master koordiniert und sorgt im agilen Entwicklungsprozess dafür, dass die Beteiligten stress- und störungsfrei miteinander kommunizieren können.

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web & mobile DEVELOPER 08 / 2016 – Design Thinking

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Die aktuelle Ausgabe des “web & mobile DEVELOPER” Magazin 08/2016 enthält einen Artikel von Patrick Lobacher zum Thema „Design Thinking“

Innovationen produzieren

Mit Design Thinking lassen sich systematisch Innovationen produzieren

Ich wünsche allen Leser viel Spaß beim Lesen des Artikels und freue mich bereits jetzt auf das zahlreiche Feedback!

Magazin: web & mobile DEVELOPER
Ausgabe: 08 /2016
Erscheinungsdatum: 12.07.2015
Verlag: Neue Mediengesellschaft Ulm mbH
Website: http://www.webundmobile.de/

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4. GULP ProMaDays 2016 – Die Projektmanagement-Tage 2016

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Die 4. GULP ProMaDays 2016 fanden am 02.-03.06.2016 im Dolce Munich Unterschleissheim statt.

Agilität – an diesem Schlagwort kommt heute kaum mehr ein Unternehmen vorbei. Aber wie passt das zur eigenen Projektkultur? Auf welche Stolpersteine treffen Führungskräfte? Wie pickt man sich für die eigene Arbeit die passenden Aspekte aus verschiedenen Methoden heraus?

Unter dem Motto „Alles agil – alles gut?“ geht es in diesem Jahr bei den GULP ProMaDays um all die Herausforderungen, die die agile Arbeitsweise im Unternehmen oder in Teilbereichen mit sich bringt. An zwei Tagen werden in Vorträgen, Praxisbeispielen und Gesprächsrunden verschiedenste Themenaspekte rund um agiles Projektmanagement beleuchtet.

Hier finden Sie alle Vorträge der Veranstaltung

Keynote: 30 Jahre Scrum – alles agil, alles gut? Auf dem Weg zum digitalen Unternehmen

Patrick Lobacher – Vorstandsvorsitzender der +Pluswerk AG und Agile Coach – hatte die Ehre die Keynote der Veranstaltung halten zu dürfen, deren Titel zugleich auch Meta-Thema für die spannende und inspirierende Veranstaltung war.

„Als 1986 das erste Mal der Begriff Scrum auftauchte, hatte noch niemand geahnt, zu welch tiefgreifender Veränderung dies in Unternehmen führen wird. Längst ist vieles agil geworden und auch die fortschreitende Digitalisierung scheint perfekt auf den Nährboden der Agilität abgestimmt – ist damit aber wirklich alles gut geworden oder gibt es auch Opfer der Agilisierung?“


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OKR und BVB – Warum OKR der bessere Cristiano Ronaldo ist oder warum Scrum nicht reicht, um agil zu sein

Christian Jacob – Agile Coach im pluswerk – hat einen Vortrag zum Thema „Agile Mitarbeiterführung mit Hilfe von OKR (Objectives & Key Results)“ gehalten.

„Scrum war ein entscheidender Schritt vieler Unternehmen dem digitalen Zeitalter gerecht zu werden. Der nächste, zwingende Schritt stellt den Mitarbeiter im Mittelpunkt und heißt OKR: Das perfekte Framework zur agilen Mitarbeiterführung!“


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Rückblick Personalkongress IT 2016

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Mit Digital Excellence in die neue Arbeitswelt

Rückblick Personalkongress IT 2016

Datum: 13.04.2016 / Ort: hbw Haus der Bayerischen Wirtschaft München

Mit der Digitalisierung verändert sich die Form der Zusammenarbeit in Organisationen von Grund auf. Neue Möglichkeiten zur Mitsprache und Beteiligung der Mitarbeiter stellen hierarchische Strukturen, Macht und Herrschaftswissen permanent auf den Prüfstand. Auf dem Personalkongress IT wurden von erfahrenen Praktikern die aktuellen Herausforderungen an den Personalbereich vorgestellt und diskutiert. Experten berichteten über die Digitalen Trends und Innovationen in der Arbeitswelt. Der Spannungsbogen bei den Vorträgen reichte von der Kulturentwicklung mit Unterstützung digitaler Technologie über die Bewerberansprache im Haifischbecken München bis hin zu Praxisbeispielen für Kommunikation und Mitarbeiterbeteiligung via Unternehmens-WIKI. Die Teilnehmer tauschten sich zu virtuellen Kooperationen und die wichtigsten Trends im Kontext von demografischem und digitalem Wandel aus. Die Kongressbesucher erhielten vielfältige Anregungen, um mit Digital Excellence die neue Arbeitswelt zu gestalten.

Agile und Moderne Mitarbeiterführung mit Hilfe von OKR (Objectives & Key Results)

Das pluswerk war mit der Business Unit pluswerk:okr (http://okr-beratung.de) als Aussteller auf dem Kongress vertreten. Das Thema „Agile & Moderne Mitarbeiterführung“ ist gerade in Zeiten der Digitalisierung bzw. digitalen Transformation der Unternehmen extrem wichtig. Während zwar punktuelle Ansätze bei vielen Unternehmen existieren (wie z.B. New Work, Soziokratie, Management 3.0, u.v.a.m) – fehlt dennoch ein Rahmenübergreifendes Framework zur Zielvereinbarung und Führung. Die Antwort darauf ist das bei Google, LinkedIn, Intel, Zalando, Red Bull & Co. seit Jahrzenten erprobte (Digital) Leadership Framework „OKR“ (Objectives & Key Results).

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Auch wenn der Name OKR noch nicht in aller Munde ist, waren alle Teilnehmer begeistert von dieser einfachen, wirkungsvollen und vor allem innovativen Methode um auch in Zeiten der Digitalisierung adäquat und zielgerichtet zu führen.

Wir haben zahlreiche spannende Gespräche mit nahmhaften Firmen und Konzernen geführt und freuen uns darauf, diese zum Thema OKR beraten und bei der Einführung begleiten zu können.

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Vorträge

Digitalisierung in der Arbeitswelt – Herausforderungen für den HR-Bereich
Birgit Isenmann, Zentralabteilung Personalgrundsatzfragen, Robert Bosch GmbH, Stuttgart

Trends und Innovationen in der Arbeitswelt
Dr. Marco Chodora, Leiter ServiceCenter Arbeitswissenschaft, bayme vbm, München

Moderne Kommunikationslösungen – ein strategischer Differenzierungsfaktor
Horst Kirchner, Principle Consultant, ICB GmbH, München

One Apple a day keeps paper away – Kulturentwicklung in der Hotellerie mit Unterstützung digitaler Technologie
Nicole Kobjoll, Geschäftsführerin, Hotel Schindlerhof, Nürnberg

Von der Bewerberansprache bis Alumni – Im Haifischbecken München IT Spezialisten gewinnen und binden
Volker Maiborn, Geschäftsführender Gesellschafter, Maiborn Wolff GmbH, München

Praxisbeispiel für Kommunikation und Mitarbeiterbeteiligung via Unternehmens-WIKI
Daniela Hofmann, Öffentlichkeitsbeauftragte, Integra-Soziale Dienste

(c) hbw Haus der bayerischen Wirtschaft München

(c) hbw Haus der bayerischen Wirtschaft München

Management 3.0 Workshop mit Sacha Storz

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„Agilität“ wird langsam zum Trendthema in vielen Agenturen und so wird oftmals (vor)schnell nach außen, wie auch nach innen kommunziert, dass „man agil arbeite“. Selbst wenn man das Vorgehen ernsthaft und nachhaltig betreibt, so bezieht sich Agilität aber meist nur auf die Enwicklungsprozesse.

Denn agiles Management ist ein häufig übersehener Teil agilen Vorgehens. Tatsächlich gibt es viele Informationen über agile Softwareentwicklung und agiles Projektmanagement – wie beispielsweise Scrum. Hier wird man mit Büchern, Trainings und Websites nahezu erschlagen und findet viele – vor allem praktische – Hinweise zu jedem erdenklichen Aspekt. Der Manager und die Organisation konnten davon allerdings nicht profitieren – sind sie doch per Definition vom Scrum-Team beispielsweise ausgeschlossen. Es ist aber unabdingbar, dass nicht nur die Entwicklungsteams agil werden, sondern eben auch Teamleiter, Manager, Geschäftsführer und damit die Organisation ansich.

Mehrere unabhängige Studien kommen zudem auch immer auf das selbe Ergebnis: Das traditionelle Management ist das größte Hindernis bei der Einführung agiler Software-Entwicklung.

Management 1.0 / 2.0 / 3.0

Jurgen Appelo – ein Management-Vordenker aus den Niederlanden beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit dem Thema Management & Leadership in agilen Unternehmen. Appelo teilt dazu die Geschichte des Managements in drei Dekaden ein: Während früher meist eine „Command & Control“ Kultur herrschte, die die Hierachie als zentrales Element beinhaltet hat, versuchte man ab Ende der 80er Jahre geeignete Modelle in den Vordergrund zu stellen. Ergbenis waren Modelle wie BSC (Balanced Score Cards), Six Sigma, TQM (Total Quality Management), TOC (Theory of Constraints) und viele weitere. Die gleichzeitig herrschende Management.Strömung nannte sich MbO (Management by Objectives) und gilt vielerorts noch als „moderner Standard“.

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Irgendwann hat man aber entdeckt, dass ein modernes Unternehmen – gerade im Umfeld von Denkarbeit („Smart Creative“) sich weder mit dem einen, noch mit dem anderen Ansatz sinnvoll steuern lässt. Zu komplex sind die täglichen Aufgaben und Denkprozesse. Man spricht hier auch von einem „komplexen adativen System“ (CAS / Complex Adaptive System). Diese Systeme müssen sich weitgehend selbst organisieren und leben vom (Social) Networking. Das Management wird in diesem Scenario mehr zu einem Dienstleister für die Produktiv-Einheiten, die durch Teams gebildet werden. Appelo hat hier den Satz geprägt: „Management ist zu wichtig, um es den Managern zu überlassen“.

Workshop mit Sacha Storz

Im pluswerk versuchen wir uns früh mit allen Ideen zu beschäftigen, die die Zusammenarbeit und die Motivation der Mitarbeiter und des Managements verbessert. So setzen bereits alle 10 Standorte Scrum als Entwicklungsmethode ein und knapp die Hälfte sogar ausschließlich. Kanban kommt ebenfalls in allen Niederlassungen zum Einsatz. Weiterhin haben wir im letzten Jahr OKR (Objective & Key Results) bei allen Standorten und bei allen 130 Mitarbeitern erfolgreich eingeführt.

Nächster logischer Schritt war die intensive Beschäftigung mit Management 3.0, welches wir im kleinen Kreis bereits durch die Lektüre des Buches „Management 3.0 Workout“ von Jurgen Appelo kennenlernen durften. Allerdings war dies stets graue Theorie – wir waren also auf der Suche nach einem Coach, der uns auch die Praxis und vor allem auch die auf uns ausgerichtete Sichtweise näher bringen konnte.

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Sacha Storz kennen wir schon seit vielen Jahren und verfolgen begeistert und interessiert seine Reise durch die Welt von Lean und Agile. Er ist Standortleiter bei der TechDivision GmbH in München und  – viel wichtiger – Agile Coach und ein Scrummaster aus dem Lehrbuch mit Leidenschaft und dem nötigen Einfühlungsvermögen.

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Vor ein paar Monaten trafen wir uns zufällig auf einer Versanstaltung und stellten fest, dass wir uns beide seit einiger Zeit mit dem selben Thema beschäftigten – Management 3.0. Während wir dies allerdings zuerst nur aus reinem Interesse taten, war Sacha hier bereits deutlich weiter und hat sich nicht nur intensiv damit auseinandergesetzt, sondern sich auch ausbilden lassen. Er ist nämlich einer von nur 15 Management 3.0 Facilliators in Deutschland, die offizielle Management 3.0 Workshops und Seminare geben dürfen. Und hier war die Idee geboren, dass wir als pluswerk unbedingt einen Workshop bei Sacha durchführen wollten, um das Thema endlich ernsthaft aufzugreifen und in der Folge auch umzusetzen.

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Der Workshop war sehr lehrreich, kurzweilig und vor allem extrem inspirierend. Wir haben aufgrund der Zeit von nur einem Tag natürlich nicht das ganze Management 3.0 Spektrum besprechen können, sind aber unter anderem in folgende Themen tiefer eingetaucht:

  • Martie – das Management Model mit den 6 verschiedenen Perspektiven des agilen Managements: Energize People, Empower Teams, Align Constraints, Develop Competence, Grow Structure, and Improve Everything
  • Kudo Cards
  • Extrinsiv & Intrinsic Motivation
  • Observer Effect
  • Delegation Board und Delegation Poker
  • Moving Motivators
  • Happyness Door
  • Culture
  • u.v.a.m.

Sacha hat hier als Coach wirklich einen tollen Job gemacht. Er hat uns nicht nur die theoretischen Zusammenhänge ausführlich erklärt, sondern uns auch in den Übungen (wie den „Motivators“) souverän geführt. Er überzeugte uns zudem mit seinem großen Überblickswissen gerade über andere Strömungen (wie von Niels Pfläging, Holocracy, intrinsify.me, Stoos, Dan Pink, Antifragile, …).

„Für uns im pluswerk ist die agile Transformation ein wichtiges Thema auf unserer Agenda, daher haben wir uns zu einen Workshop zum Thema „Management 3.0“ bei Sacha Storz entschieden. Der Workshop war hochspannend, sehr inspirierend und motivierend zu gleich. Sacha versteht es mit seiner großen Erfahrung in der agilen Welt und seiner Empathie konkret und individuell auf die Teilnehmer und ihre Situation einzugehen und sowohl spannende Erkenntnisse und Theorien wie auch praktisch umsetzbare Ideen zu liefern. Zudem versteht er das Thema Management 3.0 mit großer Leidenschaft zu präsentieren – so verging die Zeit wie im Flug und hat uns um viele Ideen und Erkennisse reicher gemacht. Wir freuen uns schon sehr, diese im Unternehmen umzusetzen.“ (Patrick Lobacher, Vorstandsvorsitzender +Pluswerk AG)

Vielen Dank Sacha für diesen tollen Workshop!

In diesem Blog wollen wir in den nächsten Wochen und Monaten näher auf die Aspekte von Management 3.0 eingehen und auch unsere Erfahrungen damit und mit einzelnen Techniken daraus  schildern. Seien Sie also gespannt!

web & mobile DEVELOPER 09 / 2015 – Design Thinking

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Die aktuellen Ausgabe des “web & mobile DEVELOPER” Magazin 09/2015 enthält einen Artikel von Patrick Lobacher zum Thema „Design Thinking“

Design Thinking – Ganzheitlicher Ansatz

Design Thinking fördert das systematische Produzieren von Innovationen.

Ich wünsche allen Leser viel Spaß beim Lesen des Artikels und freue mich bereits jetzt auf das zahlreiche Feedback!

Magazin: web & mobile DEVELOPER
Ausgabe: 09 / 2015
Erscheinungsdatum: 18.08.2015
Verlag: Neue Mediengesellschaft Ulm mbH
Website: http://www.webundmobile.de/

 

Lean Startup Machine Munich 2015

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Am 07.-09.08.2015 fand in München in den Räumen von Payback der mittlerweile 4. Lean Startup Maschine Munich Workshop statt, der zugleich auch der größte Deutschlands war. Wir waren das erste Mal dabei und daher natürlich sehr neugierig und aufgeregt auf das Wochenende und was uns dort erwarten sollte.

Was ist Lean Startup?

Aber fangen wir ersteinmal beim Begriff „Lean Startup“ und dessen Bedeutung an. Eric Ries hat 2008 das vielbeachtete und sehr erfolgreiche Buch „The Lean Startup: How Today’s Entrepreneurs Use Continious Innovation to Create Radically Successful Businesses“ geschrieben, das zum Thema die erfolgreiche Unternehmensgründung hatte.

Im Unterschied zu vielen anderen Ansätzen allerdings, nahm Ries viele Anleihen im Lean Management und stellte daher die These auf, dass für eine erfolgreiche Gründung nicht monatelange Vorbereitung, Diskussion und Konzeption, sowie ein 150 Seiten starker Business Plan von Nöten sei, sondern schnell und früh heraus zu finden, ob das was man gründen will, auch von der Zielgruppe gewünscht und erwartet ist und ob diese bereit ist, dafür zu investieren. Die beste Business-Idee ist nichts wert, wenn es keinen gibt, der dafür zahlen möchte.

Im Lean-Startup geht es zunächst darum, mit möglichst wenig Kapital und reduzierten Prozessen, ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen. Dabei kommt es vor allem darauf an, nicht lange zu konzipieren und sich Gedanken darum zu machen, was der Kunde haben wollen würde, sondern so schnell wie mögliche einen Prototypen oder eine Beta-Version an den Markt, sprich den Kunden zu bringen. Darüber hinaus soll der Produktzyklus so reduziert wie nur möglich gehalten werden, sodass mithilfe des realen Kundenfeedbacks schnell auf Wünsche oder Änderungen reagiert werden kann, ohne das dem Unternehmen große Kosten entstehen.

Lean Startup Machine

Und das für ein erfolgreiches Startup 48h ausreichen müssen, um zumindest zu evaluieren, ob sich die Idee überhaupt für den Markt eignet, zeigt der Workshop „Lean Startup Machine„, der von Trevor Owens (Autor des Buches „The Lean Enterprise„) ins Leben gerufen wurde. Seit seiner Einführung im Jahr 2012 findet der Workshop regelmäßig weltweit in über 400 Städten statt und hat teilweise (wie in  München weit über 100 Teilnehmer). Bereits 2012 gab es 600 Startups, die durch den Workshop erfolgreich gegründet wurden – heute dürften es deutlich mehr sein.

Dabei ist die Grundidee, dass „Gründen“ kein Zufallsprodukt ist, sondern letztlich eine Wissenschaft, die er zu erlernen gilt.

Lean Startup Machine Workshop

Der Workshop war einer der intensivsten, den ich je besucht habe. Beginnend am Freitag Abend um 18 Uhr ging es ersteinmal darum sich kennenzulernen. Bei ca. 150 Teilnehmer keine leichte Aufgabe, aber sogar dies haben wir in Rekordzeit  mit Hilfe eine spannenden Technik geschafft.

Dann ging es ans Pitchen. Etwa die Hälfte der Teilnehmer hatten spannende Business-Ideen, die sie den anderen Teilnehmern präsentieren wollten, um sie dafür zu gewinnen, an diesem Wochenende gemeinsam an dieser Idee zu arbeiten. Dafür waren exakt 50 Sekunden Zeit – damit war dies auch die erste Validierung. Wenn man es in dieser Zeit nicht schafft, wenigstens 2 weitere Teilnehmer für seine Idee zu begeistern, dann ist es die Idee nicht wert, weiter betrachtet zu werden.

Nachdem die Pitches durch waren, mussten sich Teams finden – also weitere Teilnehmer den Pitchenden anschließen, damit diese dann gemeinsam die Idee weiter tragen können. Von weit über 60 Pitches blieben in dieser Phase ca. 30 Ideen und damit Teams bestehen.

Auch ich war hin und her gerissen, eine eigene Idee einzubringen oder mich einen Team anzuschließen. Ich habe mich dann für letzteres entschieden, da ich mich mehr auf den Prozess als auf eine Idee konzentrieren wollte. Denn wir planen den Prozess (als einen von mehreren wie u.a. Design Thinking) auch im pluswerk Innovationslab einzusetzen.

Anschließend haben wir unsere Arbeitsmittel für das Wochenende – das Javelinboard – kennengelernt und sofort damit begonnen unsere Businessidee mit dieser Methode zu evaluieren. Letztlich versucht man die Haupt-Zielgruppe (Customer) möglichst genau zu bestimmen und deren Probleme (Problems) zu identifizieren. Nun werden Vermutungen (Assumptions) darüber angestellt, ob das Problem richtig indentifiziert wurde und welches Risiko generell besteht.

Am nächsten Morgen haben wir uns damit beschäftigt, wie man nun die Idee auf die Straße bringt. Das Motto ist hier „Get out of the building“ – wenn man es nicht schafft, auf der Straße seine Zielgruppe zu finden, wie soll man später die Idee an diese verkaufen können? Diese einfache Weisheit stellt sich als unglaublich schwer heraus – was aber in der eigenen Komfortzone begründet liegt. Wir wurden aber ausgestattet mit allerlei hilfreichen Methode, Tipps und Tricks, sodaß wir diese Aufgabe auch meistern konnten. Die Erkenntnisse wurden dann sogleich aufgewertet, die Zielgruppen, Probleme und Vermutungen entsprechend angepasst und dann mit diesen Infos wieder zurück auf die Straße.

Erst nach einigen Iterationen haben wir uns mit der (potentiellen) Lösung ansich beschäftigt. Das war insofern spannend, als nahezu jeder Pitchende am Anfang sowohl das Problem, wie auch die Lösung präsentiert hatten. In dieser Phase allerdings zeigte sich, dass manche vermeintliche Lösungsansätze weniger geeignet waren.

Am Sonntag schließlich ging es darum ein MVP (Minimal Viable Product) zu entwickeln. Dies konnte ein Prototyp sein, ein Video, eine Website (real!), ein Shop oder sonstiges. Wichtig ist hier, dass der Kunde die Möglichkeit haben muss, das Produkt bzw. die Idee „anzufassen“ – denn am Ende möchte man von diesem möglichst eine eine Währung (Geld, Email, Subscription, Empfehlung, …) erhalten. Der Kunde soll also nicht nur sagen, dass er das Produkt kaufen wollen würde (Konjunktiv), man muss diese Absicht in die Tat umsetzen.

Das dies wirklich geht, haben 20 Teams bewiesen – denn diese haben ein komplettes MVP erstellt und auf die Straße gebracht. Auch wir haben eine Website mit Design, Logo, Name, Domian, Online-Shop und Verknüpfung in die Real-Welt geschafft und damit Kunden zum Abschluß gebracht. Ich bin jetzt noch begeistert, was man in 48h und einem Team von 5 Leuten bewegen kann.

Besonders hervorheben möchte ich auch die Unterstützung der zahlreichen Coaches, die uns das Wochenende über in allen Phase begleitet haben. Diese haben mit all Ihrer Erfahrung und Kompetenz – aber auch Disziplin und Strenge – uns dazu gebracht, dass wir zu wahren Höchstleistungen aufgefahren sind. Danke auch an str84wd, die das Event als Host begleitet haben und an die zahlreichen Sponsoren.

Zusammenfassung

Kaum habe ich in so kurzer Zeit soviel über Startups, Ideen, Entrepreneurship, Kunden, Probleme und Lösung gelernt wie auf diesem, sehr intensiven und spannenden Workshop. Jeder der sich mit Innovation ernsthaft beschäftigt, sollte einen solchen Workshop besuchen. Die Erkenntnisse dort öffnen einem nachhaltig die Augen und lassen einen bestimmte Dinge komplett anders angehen. Nächstes Jahr sind wir auf jeden Fall wieder dabei!