Der OMT 2017 am 01. September – das exklusive Get-together führender Experten & Entscheider der Online Marketing Branche im Pentahotel Wiesbaden.

OMT2017

Online Marketing ist mittlerweile ein Muss für jedes Unternehmen, das auch in den kommenden Jahren noch erfolgreich sein möchte. Tatsächlich besteht die Praxis des Online Marketings aber aus vielen unterschiedlichen Teildisziplinen, bei denen kaum der Überblick zu behalten ist.

Neben der Beschäftigung von externen Agenturen kann es sinnvoll sein, sich auch selbst in diesem Bereich weiterzubilden, um z.B. die Arbeit der eigenen Dienstleister zu evaluieren, zu verstehen und zu verbessern.

Wiesbaden wird einen Tag zur Hochburg des Online Marketing

Um die zwei erfolgreichen Auftaktveranstaltungen in 2015 & 2016 weiter zu toppen, holt das OMT-Team auch beim OMT 2017 wieder etliche Online Marketing Experten nach Wiesbaden, um seinen verwöhnten Besuchern auch in diesem Jahr wieder das zu bieten, was sie erwarten: Hochqualitative Vorträge, die alle Themen des Online Marketing in die Tiefe beleuchten.

Jetzt Ticket reservieren und über das Programm abstimmen

So gibt es in diesem Jahr auch eine entscheidende Änderung gegenüber den Vorjahren!

Während in den letzten Jahren das OMT-Team entschieden hat, welche Inhalte bei der Konferenz gezeigt werden, obliegt diese Aufgabe bei der diesjährigen Konferenz den Besuchern.

Interessierte Speaker bewerben sich bis zum 20.05.2017 in unserem aufgesetzten Call4Paper und alle Besucher, die bis zum 31.05. ein Ticket erworben haben, werden im Juni durch eine Abstimmung über das Speakerprogramm entscheiden.

Folglich ist der OMT die einzige Konferenz in Deutschland, die sich auch inhaltlich vollständig nach seinen Besuchern ausrichtet, um einen noch größeren Mehrwert für den Besucher zu liefern.

Besonders spannend ist, dass neben den renommierten Speakern der letzten Jahre (Thomas Hutter, Mirko Lange, Jens Fauldrath, Björn Tantau, Markus Kellermann, usw.) auch viele neue Experten die Abgabe interessanter Vorträge zugesagt haben. Die Auswahl an Themen wird beträchtlich sein.

So freuen wir uns insbesondere, dass mit Karl Kratz ein Experte zwei Vorträge zu Wahl stellen wird, von dem selbst die besten Online Marketer noch lernen können.

Der OMT 2017 richtet sich an alle Online Marketing Experten, die verstanden haben, dass sie sich stetig weiterbilden müssen, um in der schnelllebigen Branche immer Up-to-Date zu beliben.

 

Informationen zum Online Marketing Tag 2017 auf einen Blick:

Datum: 01. September 2017 (Einlass ab 8:30 Uhr)

Ort: Pentahotel Wiesbaden

Ticketverkauf: https://www.online-marketing-tag.de/tickets/

Der OMT ist mehr als eine jährliche Konferenz

Darüber hinaus bietet der OMT viele weitere Highlights über das ganze Jahr verteilt. Neben kostenfreien Webinaren und einer spannenden Seminarreihe stellt der OMT auch stetig spannende Online Marketing Tools vor, die Dir Deine tägliche Arbeit im Bereich Online Marketing vereinfachen. Es lohnt sich hier regelmäßig mal vorbei zu schauen.

 

Besucher mit second screen

Bjîrn Tantau beim Vortrag

OMT-Besucher

Pausenbild

OMT-Team

Online Marketing-Trends 2017: Das kommt auf uns zu!

Online Marketing Trends 2017 - Das kommt auf uns zu!

2016 hatte einige Online Marketing Trends im Gepäck. Die meisten von ihnen sind inzwischen Standard und Basis für eine erfolgreiches Online Marketing in der Praxis. Und 2017 sieht in Hinblick auf die Zukunft des digitalen Werbens sogar noch vielversprechender aus als sein Vorgänger.

Wir haben aus den zahlreichen vorhergesagten Trends für 2017 diejenigen mit der höchsten Relevanz herausgesucht und stellen Sie Ihnen in diesem Artikel näher vor.

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SEO: Geschwindigkeit als Rankingfaktor

SEO-Geschwindigkeit

Seit dem Jahr 2010 bezieht Google die Ladegeschwindigkeit einer Webseite in den Ranking-Algorithmus ein. Wie in sehr vielen Fällen ist jedoch im Detail unklar, welchen Stellenwert die Ladegeschwindigkeit im Set der rund 200 Rankingfaktoren hat. Zu Anfang sollte sie wohl lediglich im englischsprachigen Raum, also auf Google.com, von Bedeutung sein. Es waren zunächst weniger als ein Prozent der Webseiten von der Ergänzung der Ladegeschwindigkeit als Rankingfaktor betroffen. Doch wirklich präzise Informationen gibt es – wie immer eigentlich – nicht. Und natürlich sellten sich folgende Fragen: Wann ist eine Website schnell genug für Google? Was bedeutet überhaupt schnell? Eine kurze Ladezeit, niedrige Response Time, Größe der Seite oder Download-Geschwindigkeit? Wie kann Geschwindigkeit gemessen und beeinflußt werden?

Grundsätzlich weis man heute, dass eine schnelle Webseite die sogenannte User-Experience positv beeinflusst. Eine ordentliche Geschwindigkeit hat also im Grunde einen dreifachen Wert. Zum einen ist es ein Rankingfaktor per se. Zum zweiten erhöt Geschwindigkeit die User-Experience, was wiederum ein Rankingfaktor ist. Und schlussendlich beeinflusst eine gute Geschweindikgeit nachweislich die Umsatzzahlen des Online-Shops oder die Transaktionsrate einer Website positiv.

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Praxiswissen Online-Marketing: Affiliate- und E-Mail-Marketing, Suchmaschinenmarketing, Online-Werbung, Social Media, Online-PR

onlinemarketing

Wie gelingt profitables Online-Marketing? Erwin Lammenett, Gründer einer renommierten Internetagentur und Aufsichtsratsvorsitzender der +Pluswerk AG, erläutert kompakt und praxisnah die gesamte Palette der Online-Marketing-Instrumente. Sie erfahren, wie Sie diese Instrumente erfolgreich nutzen, welche Sie sinnvoll miteinander kombinieren können und wie Sie ein effizientes Controlling aufbauen. Angesprochen werden Führungskräfte und Mitarbeiter aus Marketing und PR, Produktmanager, Unternehmensberater, aber auch Dozierende und Studierende mit dem Schwerpunkt Marketing.

Extras: Im Blog zum Buch finden Sie weitere Beispiele, aktuelle Links, ergänzende Videos und Screencasts.

Die 5. Auflage wurde überarbeitet und aktualisiert. Dabei wurde besonderer Wert auf die Bewertung von aktuellen Entwicklungen gelegt.

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Was ist Storytelling – und ist das wichtig?

storytelling

Storytelling ist ein typisches Buzzword – aber was genau verbirgt sich dahinter? Lässt sich das überhaupt bestimmen? Jetzt mehr darüber lesen!

Storytelling: Was steckt hinter dem Buzzword?

Der Begriff ‘Storytelling’ ist in der aktuellen E-Commerce- und Online-Marketing-Szene allgegenwärtig. Und zwar so sehr, dass er einigen bereits auf die Nerven geht. Warum eigentlich wird derzeit in allen möglichen Zusammenhängen vom Geschichtenerzählen gesprochen? Der Begriff ‘Storytelling’ erweist sich seit geraumer Zeit als geradezu virulent – aber handelt es sich dabei lediglich um einen Hype oder kurzlebigen Trend? Was verbirgt sich hinter dem Buzzword?

In einem Wort: allerhand. Die Relevanz dieses Themas kann man wohl gar nicht zu hoch einschätzen – allerdings meinen längst nicht alle dasselbe, wenn sie über Storytelling reden. Inzwischen ist es nicht mehr ganz einfach, sich einen Überblick über die aktuelle Diskussion zu verschaffen. Es wird also Zeit, etwas Ordnung in einen unübersichtlich gewordenen Bereich zu bringen. Fangen wir an.

Start with “Start with Why”

Aber wo und wie fangen wir an? Storytelling als beschreibbares Phänomen ist im Kommunikations- und Marketing-Bereich nicht erst mit der Einführung des Begriffes ‘Storytelling’ aufgetaucht. Letztlich ist eine Geburtsstunde auch nicht genau auszumachen. Es bleibt aber festzuhalten, dass der Ursprung der aktuellen Storytelling-Debatte nicht selten bei Simon Sinek verortet wird, der – dem kollektiven Gedächtnis der Branche zufolge – mit seinem TED-Talk “Start with Why” und dem gleichnamigen Buch den Anstoß zur Diskussion um das Storytelling gelegt haben soll.

Es lässt sich für oder gegen diese Sichtweise argumentieren. Wichtig ist: tatsächlich findet sich bei Simon Sinek ein elementarer Gedanke, der eng mit der später entstandenen Storytelling-Hochkonjunktur zusammenhängt: Wer interessieren, begeistern, beeinflussen und damit Erfolg haben will, darf sich dabei nicht in erster Linie auf das Was konzentrieren.

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Sineks “Golden Circle” kehrt das oft strapazierte Schema Was–Wie–Warum einfach um: Warum–Wie–Was. Das heißt: das Was hat in der Kommunikation mit emotionaler Relevanz nicht im Vordergrund zu stehen, sondern ist drittrangig. Entscheidend ist das Warum – und auch das Wie ist in diesem Zusammenhang wichtiger als der vermeintliche “Kern” der Sache. Es kommt demnach darauf an, zu vermitteln, warum man etwas tut, dabei sehr genau darauf zu achten, wie man das vermittelt – was man eigentlich tut, ist unter Marketing-Gesichtspunkten nicht so zentral, wie oft angenommen wird.

Ist das so neu?

Aber was ist daran so neu? Alle wissen, dass es im Marketing auf weit mehr ankommt, als die Übermittlung von nackten Fakten. Alle wissen, dass man Menschen nur erreichen und überzeugen kann, wenn man emotionale Momente an der Kommunikation beteiligt – und nicht rein rationale Botschaften aussendet. So auch Simon Sinek – aber er hat darauf hingewiesen, dass der größte Teil der Unternehmenskommunikation sich weiterhin auf das „Was“ konzentriert und alles, was darüber hinausgeht, den harten, trockenen Fakten unterordnet. Er sagt: die emotionalen Aspekte sind im Marketing eben nicht als schmückendes Beiwerk oder als Mittel zum Zweck zu betrachten: alles dreht sich um sie und alles hängt von ihnen ab.

Simon Sinek wiederholt es immer und immer wieder: “People don’t buy what you do; they buy why you do it”. Wer sich oder etwas präsentiert und will, dass wirklich hängen bleibt, was er sagt, darf sich nicht dabei aufhalten, was er tut oder worum es sich handelt. Wichtig ist nicht-explizites Kommunizieren, das prinzipiell offen bleibt. Nicht Antworten auf ungestellte Fragen geben, sondern ein Spiel von Fragen und Antworten evozieren. Es geht nicht darum, lückenlose, vollständige, fertige “Kommunikate” in den Raum zu stellen. So etwas interessiert niemanden. Es geht hier gerade nicht um Informationen, sondern um alles um sie herum. Auf Seiten der Empfänger müssen Prozesse wie Verstehen, Interpretation, das Entstehen eines besonderen Bewusstseins stattfinden können.

Dabei geht es um weit mehr als mnemotechnisch relevante, “reichere Gedächtnisspuren”. Denn auf die genannte Weise lässt sich der fruchtbare Boden von Interesse und Emotionen bereiten, auf dem Informationen schließlich Wünsche, Vorlieben, Meinungen, Einstellungen und Entscheidungen beeinflussen und verändern. – Und auch wenn hier weder vom Erzählen noch von Geschichten die Rede war, sind wir mit diesen Überlegungen bereits mitten im viel diskutierten Bereich “Storytelling” gelandet.

Warum “Storytelling”?

Aus der Literaturwissenschaft entlehnt und im Bereich der Kommunikationstheorie weiterverwendet hat der Begriff „Storytelling“ Einzug in die Marketing-Szene gehalten und erlebt dort seither eine beispiellose Konjunktur. Auf seinem Weg in die aktuelle Marketing-Welt hat der Begriff sich allerdings immer weiter von den “Stories” und dem “Telling” im eigentlichen Sinne entfernt. Auch unter Marketing-Gesichtspunkten schließt Storytelling Geschichten mit Figuren und Handlung oder das Erzählen durch eine Erzählinstanz keineswegs aus – aber es setzt weder das eine noch das andere voraus. Und wohl auch aus diesem Grund hat sich ein enorm unscharf konturierter Bereich von Ideen und Konzeptionen entwickelt, die allesamt dem Begriff ‘Storytelling’ zugeordnet werden. Was aber soll Storytelling sein, wenn es ohne Geschichten und ohne Erzählen auskommt?

Was hat Storytelling mit dem Erzählen von Geschichten zu tun?

Storytelling ist längst nicht immer Geschichtenerzählen – aber auch ohne eine Geschichte im eigentlichen Sinne und ohne einen wirklichen Akt des Erzählens hat es ein zentrales Moment mit dem althergebrachten Erzählen von Geschichten gemein: Erfahrbarkeit. Denn auch dem Großvater im Lehnstuhl als dem Urbild des Geschichtenerzählers geht es nicht darum, einen bestimmten Sachverhalt zusammenfassend darzulegen, sondern darum, seinen Zuhörern eine Erfahrung zu ermöglichen. Dabei kann es sich um eine belustigende, eine abschreckende, eine unheimliche, eine aufrüttelnde, eine schöne, eine verstörende, eine langweilige oder um eine komplex zusammengesetzte Erfahrung handeln.

Ob eine Geschichte zur Unterhaltung, zur Belehrung oder zur Selbstdarstellung erzählt wird: die Rezipienten werden dabei Erfahrungen machen – und zwar sehr individuelle Erfahrungen. Indem man im Marketing von der Übermittlung von bloßen Informationen absieht, gelangt man in einen damit eng verwandten Bereich möglicher individueller Erfahrungen. Wir kommen der Sache also langsam näher: Storytelling als Marketing-Technik hat individuelle Erfahrungen zum Ziel. Aber mit welchen Mitteln, wenn nicht mit erzählerischen?

No Story, no Telling?

Man kann darüber streiten, ob der Begriff „Storytelling“ überhaupt noch zu den Techniken passt, die er im Marketing-Bereich mittlerweile bezeichnet. Die Argumente dagegen liegen auf der Hand: “Wo ist denn die Geschichte?” “Wer erzählt denn hier?”. Rückendeckung erhält das Storytelling als feste Größe in der Marketing-Debatte dagegen aus der “Narratologie”, einem umfangreichen, interdisziplinären Forschungsfeld (ursprünglich mit literaturwissenschaftlichem Schwerpunkt), das sich der Erforschung des Erzählens in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen widmet.

Jahrzehntelang galt unter Narratologen der Satz “Jemand erzählt jemandem etwas” als unhintergehbarer Kern allen Erzählens. An der Schwelle zum 21. Jahrhundert wurde der Begriff ‘Erzählen’ unter Narratologen allerdings noch einmal kritisch beleuchtet, so dass mitllerweile auch ein an experimentellen Texten und multimedialem Erzählen orientierter, weiter gefasster Erzählbegriff kursiert. Und der passt ganz ausgezeichnet in die Marketing-Debatte unserer Tage. Erzählen besteht demnach letztlich in der Reihung und Verknüpfung von Elementen zu Zusammenhängen – seien dies sprachliche Einheiten, Bilder, Bewegtbilder, Töne und Geräusche oder etwas anderes.

Elementares Erzählen, granulare Geschichten

Betrachtet man das Erzählen auf einer derart elementaren Ebene, ist es nur noch ein Schritt, in ganz unterschiedlichen, formal offenen Reihungen “Geschichten” zu erkennen und zu beschreiben. Und siehe da: Narrativität lässt sich bis in die Psychologie und die Tiefen unserer Persönlichkeit verfolgen. Und auch das, was wir Identität nennen, lässt sich sehr gut als narrativ verfasst beschreiben – wenn auch ohne Geschichte und ohne Erzähler. So gesehen ist es wirklich höchste Zeit, dass diese Aspekte in der Marketing-Welt in ihrer ganzen Tragweite verstanden und diskutiert werden. Ob man es am Ende “Storytelling” nennt oder nicht: hier geht es um grundlegende und zentrale Fragen rund um Kommunikation und Kognition – ganz abstrakt und zugleich sehr konkret.

Wir funktioniert Storytelling als Marketing-Technik?

Wie aber wird aus dem Aneinanderreihen von irgendwelchen Dingen eine emotionale Erfahrung? Was heißt es konkret, wenn Storytelling als Marketing-Technik als gezielte Reihung und Verknüpfung unterschiedlicher wirksamer Momente verstanden wird? Scheinbar ist damit ja noch nicht viel Brauchbares gesagt. Aber wenn man sich die Momente ansieht, die in Geschichten “wie sie im Buche stehen” oder im Kino zu sehen sind, den Fundus an klassisch-erzählerischen Mitteln als Steinbruch nutzt, sieht das schon anders aus.

Denn schon immer sind im Erzählen von Geschichten Elemente wirksam, die in den unterschiedlichsten Kommunikationssituationen zum Tragen kommen: Erwartung, Überraschung, Veränderung, Spannung, Konflikte, Offenheit, Anfang und Ende – um nur einige zu nennen. Unter Marketing-Gesichtspunkten geht es beim Storytelling darum, bestimmte, aus dem traditionellen Geschichtenerzählen bekannte Verfahren und Elemente in strukturell ganz anders organisierte Diskurse einzuflechten.

Auf diese Weise entstehen keine langweiligen Botschaften in Form von Empfehlungen in eigener Sache (“Wir sind…” “Dieses Produkt kann…”), sondern kommunikative Komplexe, die weit über ihren tatsächlichen “Inhalt” hinausweisen und echte Erfahrungen ermöglichen. Dabei kann auch der Kontext der jeweiligen kommunikativen Situation eine sehr wichtige Rolle spielen – immerhin bildet er den Rahmen für die evozierten Erfahrungen.

Es geht also darum, Emotionen zu entfesseln, Erlebnisse zu entfalten und im Adressaten ein Spiel zu eröffnen, das dieselben Wirkungen zeitigen kann wie das Erzählen einer Geschichte. Aber man sollte sich keine fertige Geschichte ausdenken und erzählen wollen. Erfolgreich kommunizierende Marken erschaffen nicht mehr einfach ein bestimmtes Bild von sich. Das funktioniert nicht mehr. Sie müssen dafür sorgen, dass die Leute sich ein bestimmtes Bild von ihnen machen.

Storytelling 2.0?

Das Internet bietet nicht nur unzählige Wege, die Aufmerksamkeit von Menschen zu erregen und zu fesseln – es bietet auch unzählige Möglichkeiten, übersehen, überhört und ignoriert zu werden. Daher sind Trends im Online-Marketing weit mehr als bloße Modeerscheinungen – sie entfalten oftmals enormes disruptives Potential.

Längst wird Storytelling auch und gerade im Online-Bereich intensiv diskutiert, was sich auch in neuen Entwicklungen wie dem Dienst Twitter Curator zum Zusammenstellen und Miteinander-Verbinden von Inhalten zu bestimmten Themen oder dem Einkaufswelten-Feature in Shopware 5 widerspiegelt. In gewisser Hinsicht lassen sich die Social Media Kanäle auch als Teilchenbeschleuniger für die Elemente, aus denen Stories entstehen, betrachten. Das “Telling” wird von den Usern geleistet – und so entsteht durch ständiges Teilen, Kommentieren und Weiterspinnen eine “Story”, die sich kein Mensch und kein Marketing-Team der Welt hätte ausdenken können.

Wie funktioniert Storytelling in Online-Marketing und E-Commerce?

Storytelling ist auch und gerade im aus Texten, audiovisuellen Medien und Schnittstellen zur Interaktion bestehenden Internet überall möglich – eben weil es sich dabei letztlich um recht abstrakte Verfahren handelt, die sich in den unterschiedlichsten Zusammenhängen und mit allen möglichen Materialien einsetzen lassen. Warum man in welcher Weise welche Elemente zusammenbringt, hängt davon ab, wen man erreichen möchte. Ebenso wie der Kontext und der oder die Kanäle, in denen man die Versatzstücke für eine sich am Ende wie von selbst erzählende “Geschichte” lanciert.

Im Online-Marketing waren bereits zahlreiche Trends zu beobachten, die man dem Bereich Storytelling zuordnen kann (Social Media Marketing und Content Marketing etwa haben große Schnittmengen mit Storytelling). Und auch in der immer dünner werdenden E-Commerce-Luft wird es zunehmend schwieriger, sich zu behaupten, wenn man seinen Kunden keine besondere “Erfahrung” zu bieten hat.

Ein Onlineshop – und sei er noch so gut sortiert und noch so preisgünstig – hat zunächst das Ambiente eines Discounters: “Hier und hier und hier haben wir diese Artikel. Bitte schnell aussuchen und dann ab zur Kasse”. Das funktioniert – aber wenn die Konkurrenz plötzlich mit Vorzügen Aufmerksamkeit erregen kann, die man aus dem kleinen Laden um die Ecke kennt (“Storytelling” durch ein unverwechselbares, stimmiges und anregendes visuelles Erscheinungsbild, wirklich relevante Informationen, die über die Eigenschaften der Produkte hinausgehen und anderes mehr), wird es immer schwieriger allein mit Sortiment und Service zu punkten. Storytelling wird immer wichtiger – und es entwickelt sich fortwährend weiter.

Wie wird Storytelling in Zukunft aussehen?

Als wichtiger Bereich für qualitatives Wachstum wird Storytelling im Online-Bereich nicht nur immer wichtiger werden, sondern in der Praxis auch immer raffiniertere Formen annehmen. Wohin genau die Entwicklung dabei gehen wird, lässt sich noch schwer abschätzen. Immerhin werden derzeit immer wieder längst ausgediente Altlasten in die aktuelle Diskussion zu diesem Thema hineingetragen. So wird hartnäckig behauptet, Geschichten oder Stories bräuchten einen Protagonisten oder Helden, eine Handlung, Dramatik, eine Moral und sie müssten von einem Erzähler erzählt werden – nämlich einem still harrenden Publikum.

In der aktuellen Marketing-Debatte treffen solche uralten auf progressive Auffassungen von Storytelling aufeinander, was nicht selten für einige Verwirrung sorgt. Aber über kurz oder lang werden sich hier die progressiven Stimmen durchsetzen. Eine zeitgemäße Auffassung von Storytelling als geschickte Verknüpfung von unterschiedlichen Elementen zu erfahrbaren Zusammenhängen eröffnet auch in den Bereichen E-Commerce und Online-Marketing eine verheißungsvolle Zukunft: mehr Atmosphäre, mehr Spannung, mehr Witz – echte Erlebnisse. Und nicht einfach nur Informieren und Einkaufen.

Storytelling auch für Sie?

Wenn wir mit dieser Abhandlung über Storytelling Ihr Interesse wecken konnten, dann sprechen Sie uns an – wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!